1. Herren in der 2. Bundesliga

Das „Wunder von Oldenburg“ und wie es weitergeht

Es war ein Herzschlagfinale, das im vergangenen Jahr - unsere Herren lagen am letzten Spieltag in Oldenburg schon mit 2:4 zurück - für einen Moment sorgte, der dem Team bis heute in Erinnerung geblieben ist. Mit drei gewonnenen Doppeln hatten wir doch noch alles klar gemacht. Durch die Ausgeglichenheit der Teams war es noch einmal richtig spannend geworden und wer weiß, wie alles ausgegangen wäre, wenn die Mannschaft nicht schon am vorletzten Spieltag die Klasse gesichert hätte. Es war knapp, aber der LTTC sicherte sich letztendlich den Klassenerhalt in seiner ersten 2. Bundesligasaison seit langer Zeit auf einem hervorragenden Mittelplatz in der Tabelle der 2. Bundesliga in der Gruppe Nord.

Die aufgrund von Verletzungen nicht spielbereiten Daniel Altmaier und Rudolf Molleker konnten der Mannschaft an den letzten Spieltagen nicht mehr helfen und daher mussten alle noch einmal zittern. Grund genug für die Verantwortlichen des Clubs, zu reagieren. Natürlich blieben wir auch diesmal bei unserem Konzept, dem eigenen Nachwuchs die Chance zu geben, sich in der zweithöchsten deutschen Spielklasse mit gestandenen Profis messen zu können.

Neben dem - trotz seines jungen Alters schon im Herrenzirkus etablierten - Daniel Altmaier wird auch Rudi Molleker in der bald startenden, neuen Saison die „rot-weißen“ Farben vertreten. Wer glaubt, dass dies eine Selbstverständlichkeit ist, täuscht sich. Die beiden sind im deutschen Herrentennis die heißesten Kandidaten und somit bei der Konkurrenz sehr begehrt! Doch entsprechende Angebote wurden von ihnen abgelehnt. Damit haben sie eindrucksvoll ihre Verbundenheit mit dem Club unter Beweis gestellt. Sie betonen auch immer wieder, dass das professionelle Trainingsumfeld und unsere wunderbare Anlage ihr „Tenniszuhause“ ist und bleibt.

Zu den Jungprofis Robert Strombach und Lennard Soha, Letzterer wird ab Januar mit Hilfe eines Stipendiums in den USA studieren, kommen nun noch die ebenfalls jungen Spieler Nino Ehrenschneider, Halbfinalist bei den deutschen Jugendmeisterschaften U16 und Jonas Pelle Hartenstein ins Team.

Aufgrund der Erfahrungen in der letzten Saison hat sich der Club entschieden, die Mannschaft personell etwas zu verstärken und den Kader zu erweitern. Neben den arrivierten Kräften, Romain Jouen, Marcin Gawron, Jerome Inzerillo, Sebastian Rieschick und Delf Gohlke werden punktuell Alexey Vatutin und David Guez an Position 1 oder 2 das Team des LTTC anführen. Zur Verpflichtung der zuletzt Genannten hat vor allem die Überlegung geführt, dass wir im Falle von Verletzungen nicht mehr machtlos zuschauen müssen, wie es bekanntermaßen im letzten Jahr der Fall war.

Nominell also eine starke Truppe, die in voller Besetzung nicht nur konkurrenzfähig sein wird, sondern mit Sicherheit gegen die erfahrenen Teams der anderen Clubs bestehen kann. Wie eng das Unternehmen 2. Bundesliga ist, haben wir im letzten Jahr gesehen. Mit den Absteigern TC Oldenburg und unserem Nachbar, dem TC 1899 e.V. Blau-Weiss, haben zwei starke Mannschaften die Liga verlassen müssen. Wir sind also gewarnt.

Ohne unsere Strategie weiter Preis zu geben, werden wir aber auch hier zusehen, nach Möglichkeit gleich in den ersten Spielen zu punkten, um den Druck hintenraus nicht höher werden zu lassen als unbedingt nötig.

Alle Clubs haben wieder gute bis sehr gute Spieler in den eigenen Reihen. Nun gilt es abzuwarten, da viele der Profis auf die zur gleichen Zeit, also vom 15. Juli bis zum 12. August stattfindenden ATP Turniere, nicht verzichten wollen. Die Devise muss lauten: Männer, Nerven bewahren!

Wir werden uns wieder auf uns selbst verlassen, auf die eigene Stärke setzen und unseren eigenen Plan verfolgen. Unser Vorteil ist ein gewachsenes Team aus Freunden, die nicht zuletzt aus diesem Grund auf bärenstarke Doppel bauen können.

Unser Coach der besten männlichen „Rot-Weißen“, Timo Taplick, hat in der Vergangenheit bei der Aufstellung nicht nur ein glückliches, sondern vor allem ein sicheres Händchen bewiesen und damit Führungen zum Sieg ausgebaut. So wurde auch vermeintlich Unmögliches wahr, wie das eingangs erwähnte „Wunder von Oldenburg“.

Die „Neuen“ der 2. Bundesliga Nord sind die Aufsteiger vom TUS Sennelager, der TC Bremen sowie Bundesligaabsteiger TC Blau-Weiß Aachen, welche sicherlich der Meldung nach am stärksten einzuschätzen sind. In voller Besetzung kann die Mannschaft des LTTC aufgrund ihres großen spielerischen Potentials jedoch jeden Gegner schlagen.

Ansonsten warten die üblichen Verdächtigen aus Bielefeld, Versmold, Suchsdorf und die Hamburger vom Club an der Alster auf die Vergleichskämpfe mit den Berlinern vom LTTC.

Wie oben bereits erwähnt, spielen die Männer ihre Saison komplett in den Berliner Sommerferien. Das ist zwar kein Grund den Urlaub abzusagen, aber für alle, die an den Heim-Spielterminen da sind, lohnt es sich ganz bestimmt, wieder bei uns vorbeizuschauen! Das Niveau der 2. Tennisbundesliga kann sich wirklich sehen lassen und wir sind sicher, dass die Matches unserer jungen ersten Herrenmannschaft dazu wesentlich beitragen werden.

"Rot-Weiß" Bundesliga-Radio-Show:
1. Herren 2018